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Die liebe Technik wird immer kleiner und kompakter und kann dabei gleichzeitig immer mehr leisten. Diese Entwicklung ist auch bei tragbaren Computern angekommen. Die kleinste Variante hört auf den Namen Netbook, und ist noch einmal eine Klasse unter den Notebooks und Subnotebooks angesiedelt. Diese Geräte existieren bereits seit einigen Jahren und haben sich ihre kleine Nische auf dem Computermarkt längst erobert. Insbesondere dann, wenn Leistung keine große Rolle spielt und der Preis gleichzeitig nicht zu hoch liegen darf, ist das Netbook einen Blick wert. Der folgende Artikel klärt über die Vor- und Nachteile der Geräteklasse auf.

Welche Vorteile bietet ein Netbook?

Der größte Vorteil fällt sofort beim ersten Anschauen eines Netbooks ins Auge. Diese Geräte sind so klein, dass Sie auch in normalen Damenhandtaschen verstaut werden können. Dann ist zwar nicht mehr viel Platz für den restlichen Inhalt, aber so bekommt man immerhin eine Illustration davon, wie groß - oder klein - diese tragbaren PCs sind. Dementsprechend fällt auch das Gewicht aus. Im Rucksack oder der erwähnten Handtasche dürfte das Gewicht von einigen hundert Gramm nicht einmal wirklich spürbar sein.

Die Vorteile, die sich daraus entwickeln, sind unter anderem eine extreme Mobilität. Notebooks sind zwar ebenfalls unterwegs zu gebrauchen, mit einem Gewicht von einem Kilogramm aufwärts sind diese jedoch nicht unbedingt leicht. Ein Netbook hingegen kann als idealer Begleiter angesehen werden. Die Abmessungen des Displays sind natürlich wesentlich kleiner als beim Notebook, was dazu führt, dass diese Geräte für das Surfen zwischendurch und das Abtippen einiger Zeilen Text in einer Vorlesung an der Universität beispielsweise zwar geeignet sind. "Echte" Computer können die Netbooks hinsichtlich ihrer Ergonomie jedoch nicht ersetzen, dazu fehlt es schlicht an Bildschirmfläche. Große Tabellen auf Netbooks zu bearbeiten ist keine angenehme Angelegenheit, aber dafür wurden diese Geräte schließlich auch nicht erfunden.

Welche Ausstattung sollte ein Netbook besitzen?

Netbooks waren zu Beginn deutlich von der nächstgrößeren Klasse, den Subnotebooks, getrennt. Die Bildschirme waren deutlich kleiner, die Leistung bewegte sich in sehr überschaubaren Bahnen. Mittlerweile verlaufen die Grenzen jedoch fließend, denn neue Netbooks gibt es in Größen, die bis an die Subnotebooks heranreichen. Displaygrößen bis hin zu Diagonalen von 11,6 Zoll sind keine Seltenheit mehr, was die Geräte schon in das Feld der Subnotebooks rückt.

Man sollte sich sicher sein, dass man ein optisches Laufwerk wie beispielsweise einen DVD-Brenner nicht benötigt, denn Netbooks werden grundsätzlich ohne Laufwerke dieser Art ausgeliefert. Um Daten auch ohne Internetanschluss auf das Netbook zu transferieren, kommen stattdessen USB-Sticks zum Einsatz. Da diese inzwischen mit DVD-ähnlichen Kapazitäten zu einem sehr vertretbaren Preis erhältlich sind, ist dies nicht unbedingt ein gewichtiger Nachteil. Man sollte bei diesen Geräten außerdem darauf achten, so viel integrierte Hardware wie möglich mitzunehmen. Hochwertige Boxen oder eine Webcam zu Hause zu haben, ist zwar schön, allerdings werden diese wohl nur in den seltensten Fällen mit auf die Reise genommen. Und genau dort liegt nun einmal der Haupteinsatzzweck der Netbooks.

Was gilt es beim Kauf zu beachten?

Netbooks sollen vornehmlich ultramobil sein. Demzufolge ist zu erwarten, dass man diese Geräte natürlich auch im Freien einsetzt. Gerade in Jahreszeiten, in denen die Sonne mehr scheint, als es einem manchmal lieb sein kann, sollte man dann zum Beispiel darauf achten, dass das Netbook über ein passendes Display verfügt. Entspiegelte Displays helfen ein wenig dabei, auch unter freiem Himmel, im Eiscafé, am Bahnhof oder an anderen öffentlichen Orten das Netbook einzusetzen.

Weiterhin spielt das Betriebssystem eine große Rolle. Da Netbooks darauf getrimmt sind, möglichst preisgünstig zu sein, werden hier nach wie vor sehr viele Geräte mit vorinstallierten Linux Distributionen angeboten. Das muss zwar kein Nachteil sein, allerdings gab es in den letzten Jahren und Jahrzehnten kaum Computer zu erwerben, auf denen kein Windows-Betriebssystem vorhanden war. Die Umstellung könnte daher unangenehm viel Zeit verschlingen.

Ansonsten gilt es, die üblichen Verdächtigen auf der Checkliste abzuklappern. Wie ist es beispielsweise um die Akku-Laufzeit bestellt? Gerade bei dieser Geräteklasse, die nur unterwegs eingesetzt wird, ist dies ein sehr wichtiger Punkt. Nach Möglichkeit sollte man außerdem versuchen, einige Stunden an einem Netbook zu arbeiten, bevor man sich selbst ein solches Gerät leistet. So können sich Vor- und Nachteile schnell herauskristallisieren. Auch die Ergonomie spielt an einem solch kleinen Gerät eine wichtige Rolle, denn mit gebeugtem Rücken über dem Netbook zu sitzen, ist auf Dauer natürlich nicht gesund. Hier sollte man in den sauren Apfel beißen und lieber weitersuchen, bis man ein passendes Gerät gefunden hat.

Wo gibt es anschauliche Testberichte und wer sind die besten Hersteller?

Ausführliche und gute Testberichte zu Netbooks gibt es für gewöhnlich in allen Fachzeitschriften zum Thema Computer. Die Chip, Computerbild oder PC Welt informieren regelmäßig über neue Netbooks und lassen diese einen ausgereiften Testparcours durchlaufen. Diese Zeitschriften sind in der Regel auch online vertreten und informieren auch dort über Neuerscheinungen und Wissenswertes rund um das Thema Netbooks.

Einen "besten Hersteller" gibt es in diesem Bereich nicht. Alle punkten mit unterschiedlichen Designs, unterschiedlicher Hardware und anderen Alleinstellungsmerkmalen. Als Vorreiter auf diesem Gebiet kann der Konzern ASUS angesehen werden, die mit ihrem EeePC die Netbook-Welle erst so richtig losgetreten haben. Bereits wenige Monate später folgten entsprechende Geräte anderer Hersteller wie MSI mit dem MSI Wind. Mittlerweile sind alle namhaften asiatischen Unternehmen als Netbook Hersteller vertreten. Insbesondere Acer und Lenovo haben sich mit den Netbooks ein weiteres Standbein für ihre Unternehmen gesichert. In der Qualität unterscheiden sich die Geräte unterdessen kaum. Wenn es wirklich ein optimales Gerät sein soll, empfiehlt sich natürlich - wie immer - ein Blick in oben genannte Fachpublikationen.